Mitten in Magdeburg-Buckau befindet sich mit dem Galerieladen ein Ort, der Kunst nicht auf Distanz hält, sondern ins Gespräch bringt. Kuratiert von Kirsten Mengewein und Heidekatrin Wittler zeigt der Galerieladen zeitgenössische Positionen junger Künstlerinnen und verbindet Ausstellungen mit Kunstvermittlung, Austausch und experimentellen Formaten.
Was als kleinste Galerie Magdeburgs begann, hat sich zu einem lebendigen Kunstraum entwickelt, der bewusst nahbar bleibt: offen für Begegnungen, für Prozesse, für neue Perspektiven. Zwischen Ausstellung, Workshop und Kiezkultur entsteht hier ein Raum, in dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt und mitgestaltet werden kann. Der Fokus liegt dabei auf zeitgenössischen, oft gesellschaftlich verorteten Arbeiten, die Fragen stellen, Haltung zeigen und Dialog ermöglichen.
Mehr als ein klassischer White Cube versteht sich der Galerieladen als Teil des Stadtteils: leicht, zugänglich und zugleich mit einem klaren kuratorischen Anspruch. Ein Ort für Kunst und Stadtgesellschaft gleichermaßen.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr sowie nach Vereinbarung
Aktuelle Ausstellung
Nadel. Faden. Statement.
24. April bis 6. Juni 2026 | Vernissage: 24. April, 18.00 Uhr
Kommende Ausstellung
Artist in Nature | Natur als Gegenüber.
12. Juni bis 4. September 2026 | Vernissage: 12. Juni, 18.00 Uhr
Vielfalt ist die Grundlage unserer Arbeit – und Maßstab unserer Haltung
Statement der Kultur in Sachsen-Anhalt
Heimat ist dort, wo Verschiedenheit gelebt und dem Anderen und Fremden mit Respekt begegnet wird. Heimat ist dort, wo Kulturen als gleichwertig anerkannt werden und wir uns auf Augenhöhe begegnen.
Kunst und Kultur verbinden Menschen. Ob Theater, Museum, Bibliothek, Musik- oder Kunstort, soziokulturelle Zentren oder freie Initiativen, wir schaffen Begegnungsräume und halten unsere Gesellschaft offen, vielfältig und lebenswert.
Rechtspopulistische Kräfte greifen die Freiheit der Kunst gezielt an, schüren Verunsicherung und arbeiten an einer rückwärtsgewandten Kultur der Ab- und Ausgrenzung. Demokratische Werte werden infrage gestellt, kulturelle Arbeit delegitimiert und Einfluss auf Inhalte und Programme genommen.
Diese Versuche, Debatten zu verengen, Menschen auszugrenzen und Kunst zu kontrollieren, widersprechen unserem Selbstverständnis. Kultur ist ein Raum demokratischer Auseinandersetzung.
Die Freiheit der Kunst und Wissenschaft ist nicht verhandelbar. Sie schützt Widerspruch, macht unterschiedliche Perspektiven sichtbar und ermöglicht es, Macht zu hinterfragen. Wo Freiheit eingeschränkt wird, gerät auch die Demokratie in Gefahr.
Wir verteidigen die Kunstfreiheit gegen politische Instrumentalisierung und gegen jede Form der Vereinnahmung. Unsere Häuser sind öffentliche Räume – geprägt von Vielfalt, Differenz und dem Anspruch, gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitzugestalten.
Wir stehen für Offenheit, Respekt und die Würde jedes Menschen. Wir wenden uns gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und demokratiefeindliche Ideologien.
Als Teil der Zivilgesellschaft suchen wir den Schulterschluss mit allen, die diese Werte teilen – in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus, solidarisch mit allen, die für die Freiheit der Kunst viel riskieren.
Als Kulturakteurinnen und Kulturakteure sind wir nicht neutral gegenüber politischem Extremismus – denn das würde bedeuten, neutral zu sein, gegenüber der Verletzung zentraler Prinzipien unseres Grundgesetzes.
Kunstfreiheit ist Grundlage unserer Arbeit – und Maßstab unserer Haltung. Wir stehen für sie ein. Gemeinsam.
Denn Heimat ist dort, wo Vielfalt gelebt und Kunstfreiheit verteidigt wird.







